Vegan bedeutet bei Kleidung, dass keine tierischen Bestandteile enthalten sein dürfen. Also keine Verwendung von Leder, Pelz, Wolle, Kaschmir, Angora, Federn, Seide, Horn oder Perlmutt. Alternativen bestehen beispielsweise aus pflanzlichen Rohstoffen wie Baumwolle, Leinen oder Hanf. Idealerweise werden giftige Stoffe so weit es geht gemieden. Eine “Vegan-Kennzeichnung” direkt auf den Kleidungsstücken ist derzeit nur in Einzelfällen zu finden. Da hilft nur ein genauer Blick auf das Etikett.

Leider müssen bei der Gewinnung von Stoffen wie Wolle, Kaschmir und Angora meistens die Tiere leiden und bei Seide sterben bekanntermaßen die Raupen. Bei diesen Materialien ist es ziemlich eindeutig, ob tierische oder nicht-tierische Stoffe verwendet wurden. Schwieriger ist es bei versteckten oder kleinen Teilen an der Kleidung, wie Knöpfen an Jacken, Hemden oder Blusen. Diese können aus Horn oder Perlmutt bestehen. Ökologische Jeans-Label wie bleed organic clothing, Monkee Genes oder manomama setzen bereits auf tierfreundliche Papp-Etiketten oder recycelte Kunstlederpatches. Auch bei Klebstoffen muss aufgepasst werden. Die bei Schuhen oder Handtaschen verwendeten Kleber können teilweise aus Schweineschwarten, -knochen oder aus Milch sein.

Zum Glück gibt es bereits einige sehr schöne Labels, die sich auf vegane Kleidung und Accessoires spezialisiert haben. Auf der Seite von Peta findet man eine interessante Liste von veganen Herstellern: http://www.peta.de/petaapprovedvegan#.WErXnXeX_eR

Außerdem gibt es auch Hersteller im Bereich Fair Fashion, die sich für eine artgerechte Tierhaltung einsetzen und nur Stoffe verwenden, bei denen dies auch gewährleistet ist, wie zum Beispiel das Label edelziege. In Ländern wie der Mongolei leben die Menschen nicht nur eng verbunden mit ihren Tieren zusammen, sondern auch vom Verkauf ihrer Wolle. Ich möchte gerne daran glauben, dass uns Menschen ein “normaler” Umgang mit Tieren noch möglich ist.

Wie weit man bei diesem Thema gehen möchte, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich möchte jedenfalls nicht, dass ein Tier für meine Kleidung leiden muss. Daher finde ich beide Versionen sehr gut.

Seit einiger Zeit gibt es auch bei der Premium – auf der bekannten Berliner Fashion Week – einen „GREENshowroom“, wo sich Firmen vorstellen, die auf Nachhaltigkeit, auch im Umgang mit Tieren, Wert legen. Einige dieser Unternehmen möchte ich in den nächsten Posts genauer vorstellen.

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