Zum Glück wollen immer mehr Menschen weg vom „Geiz ist geil“ hin zum bewussten und fairen Einkaufen.

Immer wenn ich Reportagen über die Näherinnen in Indien oder Bangladesch sehe, dann schaudert es mich, unter welchen Bedingungen diese Menschen arbeiten müssen, um uns unsere günstigen Klamotten zu ermöglichen. Zusätzlich zu dieser Ausbeutung werden hochgiftige Chemikalien in der Modeindustrie eingesetzt. Diese sollen zum Teil krebserregende, hormonstörende oder sogar fortpflanzungsschädigende Stoffe enthalten, die dann auch im Blut nachgewiesen werden können. Unsere Kleidung schadet also nicht nur den armen Leuten, die sie produzieren, sondern kann auch uns krank machen.

Leider hielt dieser Schock bei mir früher oft nicht bis zum nächsten Einkauf an und wenn man dann wieder vor den billigen T-Shirts stand, dann war der Griff dazu einfach zu verlockend.

Zusätzlich schwierig für mich war einerseits die schlechte Erreichbarkeit von biologischen und fairen Produkten und andererseits das fehlende Wissen darüber, ob sie die höheren Preise dann auch wirklich wert sind. Nicht immer ist Bio und Fair drinnen, wo es drauf steht!

Zum Glück gibt es aber inzwischen immer mehr Hersteller, die sich mit diesen Themen beschäftigen und einen Unterschied machen wollen. Oft sind diese „Alternativen“ dann auch nicht mal viel teurer, unterstützen dafür aber oft lokale Projekte und stellen sicher, dass auch die Menschen in ärmeren Ländern noch einen fairen Preis für ihre Arbeit erhalten.

Um langfristig in der Textilindustrie etwas zu verändern, hat Greenpeace 2011 die Detox-Kampagne gestartet, die man online mit seiner Unterschrift unterstützen kann. Bei dieser Kampagne geht es darum, dass bis 2020 alle in Kleidung enthaltenen Schadstoffe durch ungefährliche Substanzen ersetzt werden sollen. 15 Prozent der Unternehmen am globalen Textilmarkt haben sich bereits dazu verpflichtet und werden von Greenpeace kontrolliert. Darunter sind auch Firmen wie H&M und Adidas. Ich finde das einen tollen Erfolg!

Von 17. – 19. Januar findet in Berlin die Ethical Fashion Show statt. Hier stellen sich Marken vor, die neben dem Design auch die Nachhaltigkeit im Blick haben. Ich freue mich sehr, dass ich auch vor Ort sein kann und mich weiter über interessante Marken und neueste Trends informieren kann. Diese werde ich in den kommenden Wochen dann auch in einzelnen Posts vorstellen.

 

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