Die Tücher der Münchnerin Özlem Ahmetoglu habe ich entdeckt, als sie vor ein paar Jahren in der Happinez unter der Rubrik “Lieblingsteile” vorgestellt wurden. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich fand Hamamtücher schon immer extrem stylisch. Ich vermute, der Trend kam (wie so vieles) aus den USA zu uns herüber geschwappt. Ich kann mich noch daran erinnern, immer wieder gelesen oder gehört zu haben, dass Gwyneth Paltrow und Johnny Depp große Hamamtuch-Fans sind. Auch bei uns scheint es sich nun also immer größerer Beliebtheit zu erfreuen. Die Optik, die praktische Größe oder das angenehm leichte Material – für mich ist das Hamamtuch ein absolutes “must have” für den Sommer!

Ich habe mich dann vor einer Weile mit Özlem in Verbindung gesetzt und sie war nicht nur so freundlich, mir ihre Geschichte zu erzählen, sondern hat mir auch zwei verschiedene Tücher ihrer wunderschönen Kollektion zum Testen zur Verfügung gestellt.

Die Idee

Özlem arbeitet hauptberuflich als Redakteurin für Frauen- und Lifestyle-Magazine in München und hat einen zweijährigen Sohn. 2012 erstand auf einer Türkeireise die Idee, ein typisches Produkt aus dem Land ihrer Wurzeln mit nach Deutschland zu bringen. Im Januar 2014 ging Hamamista dann online. Den Shop könnt ihr euch hier anschauen. Hamamtuch

Das Pestemal

Pestemal ist der türkische Name des Hamamtuchs. (Da in Deutschland der Name Hamamtuch aber viel bekannter ist, verwendet Özlem auch diese Bezeichnung für ihre Tücher.) Es wird noch auf traditionelle Weise an halbautomatischen Webstühlen gewoben. Diese Tradition ist fast 600 Jahre alt und wird von Generation zu Generation weitergegeben. Das klassische Pestemal ist einen Meter breit und etwa zwei Meter lang. Es gibt aber auch kleine Pestemals, die etwa 40 Zentimeter breit und 80 Zentimeter lang sind, diese nennen sich Peskir. Verwendet werden kann ein Hamamtuch beispielsweise als Badetuch, Duschtuch, Saunatuch, Strandtuch, aber auch als Schal, Decke, Tischdecke, zum Sport, für Babys und Kinder, als Geschirrtuch usw. Die Möglichkeiten sind unendlich! (Ich zum Beispiel nutze eines als Duschtuch und das andere als Tagesdecke.)

Özlem sucht sich ihre Hersteller sehr genau aus und lässt nach dem nachhaltigen Prinzip nicht über den Bedarf hinaus produzieren. Sie legt viel Wert darauf, dass die Herstellung der Tücher auch die Situation der Menschen vor Ort verbessert. Gerade Frauen in den ärmeren Gegenden der Mitteltürkei finden nur sehr schwer Arbeit. Özlems Aufträge dienen den Menschen dort als zuverlässige Einnahmequelle.

Hamamista

Für mich ein besonders tolles Detail: seit Mai gibt es bei Hamamista auch das erste Tuch aus zertifizierter Bio-Baumwolle!

Die von mir getesteten Tücher (natürlich nicht die selben, sondern die gleichen 🙂 ) bekommt ihr jetzt auch in meinem Shop -> hier klicken.

 

Fotos: © hamamista.com

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